GELESEN: CHANTAL AKERMANS VERSCHWINDEN

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Chantal Akerman war wohl eine der ungewöhnlichsten Filmemacherinnen ihrer Zeit. Nicht zuletzt, weil sie als Frau den Kamerablick radikal veränderte und weil sie als Tochter polnisch-jüdischer Emigranten in den westlichen Metropolen keine Heimat, sondern ein permanentes Provisorium sah. Tine Rahel Völcker reiste mit sechs Akerman-Filmen im Gepäck nach Tarnów, einer pittoresken Kleinstadt im Südosten Polens: Dort haben bei der letzten Wahl über 60 Prozent der Bevölkerung für rechte oder rechtsradikale Parteien gestimmt. 1942-43 wurde die komplette jüdische Bevölkerung, die Hälfte der Stadt, von den deutschen Besatzern ermordet. Hier wurde 1928 Chantal Akermans Mutter geboren. Das Buch folgt den Spuren des Vergangenen, Ausgelöschten, Unsichtbaren.

© der Film- und Personenbilder bei Tine Rahel Völcker und ‎ Spector Books OHG

GESEHEN: TOP 10 2021

von cinemaclaco

  1. PROXIMA (Alice Winocour, F 2019)
  2. NO TIME TO DIE (Cary Joji Fukunaga, GB/USA 2021)
  3. THE FRENCH DISPATCH (Wes Anderson, USA/D 2021)
  4. OLIVE KITTERIDGE (Lisa Cholodenko, USA 2015)
  5. PRETEND IT’S A CITY (Martin Scorsese, USA 2021)
  6. LA VIE SCOLAIRE (Mehdi Idir, Grand Corps Malade, F 2019)
  7. ON THE VERGE (Julie Delpy, F/USA 2021)
  8. THIS IS A ROBBERY (Colin Barnicle, USA 2021)
  9. SOUNDTRACK (Joshua Safran, USA 2019)
  10. MCQUINN (Ian Bonhôte, Peter Ettedgui, GB 2018)

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb bzw. WES ANDERSON