Geteilt: The Red Drum Getaway

von cinemaclaco

Happy Stanley Kubrick Day!

Filmtipps zum Video: REAR WINDOW (Alfred Hitchcock, USA 1954), VERTIGO (Alfred Hitchcock, USA 1958), 2001: A SPACE ODYSEEY (Stanley Kubrick, GB/USA 1968), A CLOCKWORK ORANGE (Stanley Kubrick, GB/USA 1971), BARRY LYNDON (Stanley Kubrick, GB/USA/Irland 1975), THE SHINING (Stanley Kubrick, USA/GB 1980), FULL METAL JACKET (Stanley Kubrick, GB/USA 1987) und EYES WIDE SHUT (Stanley Kubrick, USA 1999).


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GEHOBEN: Filmschätze aus den 1950ern

von cinemaclaco

Die Filmhighlights der Woche spielten sich diesmal nicht im Kino sondern auf dem kleinen Bildschirm meines MacBooks ab.

SEPTEMBER AFFAIR (William Dieterle, USA 1950): der romantische Liebesfilm lebt von Dieterles  – für eine 1950er Jahre-Studioproduktion – ungewöhnlichen Entscheidung teilweise an Originalschauplätzen wie Rom, Neapel, Florenz und Capri zu drehen; seinen lebensechten Dialogen und dem Charisma von Joan Fontaine und Joseph Cotten, die sehr überzeugend als Manina und David der Devise „Let’s be unconventional!“ folgen.

THE BREAKING POINT (Michael Curtiz, USA 1950) ist eine weniger bekannte Adaptation von Ernest Hemingways Roman TO HAVE OR TO HAVE NOT, in der Patricia Neal und John Garfield brillieren, aber auch jene (Eifersuchts)szene von Phyllis Thaxter und Garfield, die in einem gezischten „Men! – Women!“ gipfelt, sich gut in das naturalistische Spiel des gesamten Casts einfügen. Lediglich das pathetische Ende des Films passt nicht zur fatalistischen Grundstimmung des übrigen Films; vermutlich musste sich Michael Curtiz, der Regisseur des Films,  den Vorstellungen von Warner beugen.

AUTUMN LEAVES (ROBERT ALDRICH, USA 1956) bot Joan Crawford und ihrem nuancierten Spiel den rechten Rahmen; das Drama folgt einer mehr als verkorksten Liebesbeziehung vom Regen in die Traufe oder vom Kennenlernen in einem Dinner, über den Tag am Strand zum bitteren Ende via übereilten Heiratsantrag vor einem Kino. Diese Kinosituation hebt sich wohltuend von anderen Spielfilmproduktionen der damaligen  Zeit ab, da sie im Spielbetrieb eines real existierenden Kinos in Los Angeles gedreht wurde und Einblick in die zeitgenössische Praxis des Kinobesuches ohne feste Startzeiten aber mit festgefügten Programmablauf bestehend aus Newsreel,  Cartoon und ein oder zwei Spielfilmen gewährt. Auch in den Nebenrollen ist der Film gut besetzt: Vera Miles, frisch von Alfred Hitchcock entdeckt, liefert bei ihren ersten Auftritt eine luftig elegante Erscheinung im Gegenlicht ab, die den Master of Suspense erfreut haben dürfte, war sein Ziel doch kein Geringeres als die nächste Grace Kelly zu entdecken und auch Ruth Donnelly macht das Beste aus ihren Kurzauftritten als Joan Crawfords Vermieterin. Sie schafft mit trockenem Humor und Einzeilern wie „I got sand everywhere.“ kurze Auflockerungen in diesem Drama, das beiden Hauptfiguren nach und nach jeglichen Handlungsfreiraum entzieht und mit seinem Happy/Dreadful End nachhaltig verstört.

PS: In der BRD liefen die Filme als  LIEBESRAUSCH AUF CAPRI, MENSCHENSCHMUGGEL und HERBSTSTÜRME.


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„I’ve had the time of my life“ – Veranstaltungstipp für den 20.07.

von cinemaclaco

Das Freilichtkino an der Pferderennbahn wird diesen Sommer nicht von der Schaubühne Lindenfels sondern von der Volkstüte aka LVZ veranstaltet. Die ganze Geschichte heißt LVZ Sommerkino im Scheibenholz. Man kann ja von der Zeitung halten was man will und um sie und den neu sanierten Ort im übrigen Jahr einen großen Bogen machen. Aber am Mittwochabend wird das v.a. für in den 1980ern Jahren kinosozialisierte Frauen schwer, denn dann wird dort einer der Kultfilme jener Dekade gezeigt, den man – Mann oder Frau – unbedingt (nochein)mal auf der großen Leinwand gesehen haben sollte: DIRTY DANCING  (Emile Ardolino, USA 1987). Die Liebesgeschichte von Baby und Johnny kann man sich meines Erachtens nicht oft genug anschauen und das letzte Mal, dass der Film in Leipzig im großen Rahmen zu sehen war, ist nun auch schon wieder 3 Jahre her.

All jenen, die sich samt Wassermelone nicht so einfach aufs Rad und in den Clarapark schwingen können, empfehle ich dieses Dirty Dancing-Carepaket bestehend aus der charmanten französischen Liebeskomödie L’ARNACOEUR (Pascal Chaumeil, Frankreich/Monaco 2010) und der Dirty Dancing-Anthologie „Ich hatte die Zeit meines Lebens“  herausgegeben von der Spiegel-Onlineredakteurin Hannah Pilarczyk.


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GELISTET: Highlights der letzten zwei Kinowochen

von cinemaclaco

  1. Gus van Sant Exposition & Films in der Cinémathèque française
  2. M (Joseph Losey, USA 1951) im Le Champo
  3. AMERICA, AMERICA (Jonathan Caouette, USA 2016) in der Philharmonie de Paris
  4. YEAR OF THE DRAGON (Michael Cimino, USA 1985) im Étoile Lilas
  5. IRRÉPROCHABLE (Sébastien Marnier, Frankreich 2016) im MK2 Bibliothèque
  6. THE NEON DEMON (NWR, USA/Dänemark 2016) im MK2 Bastille
  7. THE DARK MIRROR (Robert Siodmak, USA 1946) im Cinéma Mac Mahon
  8. SECONDS (John Frankenheimer, USA 1966) in der Cinémathèque française
  9. ELLE (Paul Verhoeven, Frankreich/D/Belgien 2016) im MK2 Parnasse
  10. CAFÉ SOCIETY (Woody Allen, USA 2016) in den 7 Parnassiens / JULIETA (Pedro Almodóvar, Spanien 2016) im UGC Odéon

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MEMENTO MORI 27

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VITTORIO DE SICA

(7.7.1901 – 13.11.1974)

De Sica wuchs in Neapel auf. Nach einer auf Wunsch seines Vaters – eines armen Bankbeamten – absolvierten Ausbildung zum Buchhalter debütierte er 1918 mit 16 Jahren als Schauspieler beim Film. 1924 schloss er sich einer Theatergruppe an. Anfang der 1930er Jahre gründete er mit seiner ersten Ehefrau eine eigene Schauspielgruppe und erarbeitete sich dort das Image, mit dem er später berühmt werden sollte: das des jugendlichen Frauenlieblings. De Sica spielte als Schauspieler jahrelang in leichten Komödien, Filmgeschichte schrieb er jedoch mit neorealistischen Dramen wie SCHUHPUTZER, einen Film, der der Filmkunst neue Wege erschloss: Als bedeutender Ausdruck des „Hungers nach Realität“, der im italienischen Nachkriegskino zur Entwicklung der neorealistischen Bewegung führte. ERNST LUBITSCH schätze diesen Film über alle Maßen.

de-sica

Mit dem Meisterwerk FAHRRADDIEBE gewann De Sica den Oscar und dank UMBERTO D und DAS WUNDER VON MAILAND manifestierte er seinen Ruf als bedeutender Regisseur. In den Filmen, in denen er als Schauspieler arbeitete, reifte er zum Charakterdarsteller. De Sica spielte in ca. 160 Filmen und 125 Theaterproduktionen und führte in mehr als 35 Filmen Regie. Er war der Mentor von Sophia Loren und förderte sie zu internationalem Startum.

Filmempfehlung: LADRI DI BICICLETTE – FAHRRADDIEBE (Vittorio De Sica, Italien 1948)


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GELISTET: TOP 10, Januar – Juni 2016

von cinemaclaco

  1. WES ANDERSON’S SHINING (Gump Studio, Frankreich 2015)
  2. BELLE ET SÉBASTIEN (Nicolas Vanier, Frankreich 2013)
  3. FRANCOFONIA (Alexander Sokurov, Frankreich/Deutschland/Niederlande 2015)
  4. SOUTH (Frank Hurley, Großbritannien/Australien 1919)
  5. THE LOBSTER (Yorgos Lanthimos, Irland/Großbritannien/Griechenland 2015)
  6. LA LOI DU MARCHÉ (Stéphane Brize, Frankreich 2015)
  7. BROOKLYN (John Crowley, Irland/Großbritannien 2015)
  8. IO SONO L’AMORE (Luca Guadagnino, Italien 2009)
  9. IO STO CON LA SPOSA (Antonio Augugliaro/Gabriele de Grande, Italien 2014)
  10. LADY CHATTERLEY (Pascale Ferran, Belgien/Frankreich 2006)

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