MEMENTO. MORI 47

von cinemaclaco

ROBERT SIODMAK (8.8.1900 –10.3.1973)

Robert Siodmaks Mutter war Leipzigerin, er selbst wurde in Dresden geboren. Nach dem Abitur nahm er Schauspielunterricht und trat in kleinen Statistenrollen im Dresdner Schauspielhaus auf. Nach Jahren in einer Wanderbühne kam Siodmak 1925 als Übersetzer von Zwischentiteln zum Film. Nachdem er genügend Erfahrungen als Regieassistent und Cutter gesammelt hatte, drehte er 1929 den semidokumentarischen Film MENSCHEN AM SONNTAG. Der Großstadtfilm, an dem auch BILLY WILDER und FRED ZINNEMANN beteiligt waren, hatte großen Erfolg.

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Die Machtergreifung der Nazis trieb Siodmak im April 1933 nach Frankreich ins Exil; dort war er einer der wenigen Emigranten aus der Filmindustrie, der sich als Regisseur profilieren konnte. Es waren die politischen Spannungen noch vor Ausbruch des Krieges, die Siodmaks Karriere in Frankreich beendeteten und ihn in Hollywood zu einem dritten Neuanfang zwangen und mit Film Noirs seine schönsten Film hervorbrachten. Sein Großstadtfilm SCHREI DER GROSSSTADT zählt noch heute als Klassiker der Studioära. Die komödiantisch inspirierte Piratengeschichte DER ROTE KORSAR war 1952 Siodmaks erster Film in Technicolor und sein letzter kommerzieller Erfolg in den USA. Zurück in Deutschland drehte er NACHTS, WENN DER TEUFEL KAM, für den er zahlreiche Preise und eine Oscar-Nominierung erhielt. Nach KATJA drehte er Karl May-Verfilmungen und zog sich in die Schweiz zurück.

UNSERE FILMEMPFEHLUNGEN: MENSCHEN AM SONNTAG (Weimarer Republik, 1930) und DIE KILLER (USA 1946)


© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb und Arne Reimer

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