GETIPPT: Daniel Day-Lewis – Was That Really It?

via Xenix

DDL

Jack Nicholson hat es getan, Michael Caine und unlängst Robert Redford. Sie alle haben der Schauspielerei mindestens einmal abgeschworen, haben ihren Ruhestand erklärt und sich offiziell von ihrem Leben vor der Kamera verabschiedet. Und sind dann doch wiedergekommen. Auch Daniel Day-Lewis ist einer von ihnen – oder vielleicht doch nicht? Zwar hat auch er vor gut zwei Jahren mit gerade mal sechzig seinen definitiven Rückzug angekündigt. Doch sitzt der Schmerz über seinen Abgang tiefer, weil er endgültiger scheint. Zudem ist jeder Vergleich mit anderen Hollywoodgrössen in seinem Fall hoffnungslos. Denn Day-Lewis ist eine Klasse für sich: Eigenbrötler und Querdenker, Genie und Wahnsinniger, Extremschauspieler und Gefühlsmensch, alles in einem. Einer, der bisher als Einziger drei Oscars als bester Hauptdarsteller entgegennehmen durfte, der sich wie kein anderer akribisch auf seine Rollen vorbereitet, sich in sie hineinlebt, ja hineinatmet, bis er mit ihnen eins wird, um sie anschliessend regelrecht in die Leinwand einzubrennen. Kurzum: Daniel Day-Lewis ist einer wie keiner, weil er bei allem, was er tut, ganz und ungeteilt er selbst ist, erfüllt von einer Intensität, umgeben von einer Aura und begnadet mit einem Talent, wie es sie im Kino nur extrem selten zu finden gibt. Bisher nur einmal.

Das Xenix zeigt noch im Januar eine Werkschau des Ausnahmeschaupielers.